Am 12. März 2026 wurde ein deutscher Staatsbürger in Phuket festgenommen. Diese Festnahme war das Ergebnis einer Inspektion, die von der Tourismusbehörde in Zusammenarbeit mit der Marine- und Touristenpolizei Phuket durchgeführt wurde. Der Mann, der als deutscher Kapitän identifiziert wurde, befand sich während der Kontrolle an Bord der Segelyacht Moana, gemeinsam mit sechs deutschen Touristen. Diese hatten die Reise über eine Website gebucht und den vollen Preis an das Unternehmen gezahlt, das die Yacht vermietet hatte. Es handelte sich um ein 11-tägiges Segelpaket im Andamanensee.
Die Inspektion ergab, dass für die Beteiligten in der Datenbank der Tourismusbehörde keine gültige Tourgeschäftslizenz vorhanden war. Der Verdächtige wurde über den Vorwurf informiert, ein ausländisch geführtes Tourgeschäft ohne Lizenz zu betreiben, was unter das Tour Business and Guide Act B.E. 2551 (2008) fällt. Insbesondere Abschnitt 15 des Gesetzes verlangt eine Lizenz für den Betrieb eines Tourgeschäfts. Bei einer Verurteilung drohen dem Kapitän Strafen von bis zu zwei Jahren Gefängnis oder einer Geldstrafe von bis zu 500.000 Baht oder beidem. Diese Festnahme ist Teil eines strengeren Ansatzes der Tourismusbehörde, um das Tourismusimage Thailands und die Sicherheit der Touristen zu schützen. Zukünftige Ermittlungen zur Überprüfung finanzieller Verbindungen und weiterer Aspekte des Unternehmens sind ebenfalls geplant. Separat wurden zudem ein deutscher Mann und ein myanmarischer Staatsbürger auf Koh Pha Ngan festgenommen, weil sie illegal ein Tourgeschäft mit elektrischen Motorrädern betrieben. Mehr dazu finden Sie in diesem Artikel.
Strengere Kontrollen und internationale Festnahmen
Die Festnahme des deutschen Kapitäns ist nicht der einzige Vorfall dieser Art in letzter Zeit. In Phuket wurden kürzlich auch zwei russische Staatsangehörige wegen illegaler Tourleitertätigkeiten festgenommen. Diese Operation zielte auf ausländisch geführte Tourismusaktivitäten ab, nachdem es vermehrt Beschwerden von lokalen Betreibern gegeben hatte. Bei Inspektionen an verschiedenen Orten, darunter der Laem Tukkae Strandpier und der Baan Hin Rom Pier in Phang Nga, stellte die Polizei fest, dass die Russen ohne die erforderlichen Lizenzen operierten, was gegen das Foreign Business Act verstößt. Zwei Tourunternehmen wurden zudem wegen Regelverstößen mit Geldstrafen belegt.
Die Polizei hat versprochen, die Kontrollen zu intensivieren und eine Null-Toleranz-Politik gegenüber nicht lizenzierten Tourismusoperationen zu verfolgen. Die Identität der festgenommenen Personen und der bestraften Unternehmen wurde nicht bekannt gegeben. Die Maßnahmen sind Teil einer breiteren Strategie zur Sicherstellung der Einhaltung der Vorschriften im Tourismussektor und zum Schutz der lokalen Beschäftigung. Für mehr Informationen zu den Festnahmen der russischen Staatsbürger lesen Sie bitte hier.
Regelungen für ausländische Reiseleiter
Die Situation im Tourismussektor Thailands wird durch die jüngsten Ankündigungen von Arbeitsminister Treenuch Thienthong weiter verschärft. Am 23. Oktober 2025 wurden strenge Kontrollen gegen illegale ausländische Reiseleiter angekündigt, um lokale Arbeitsplätze während der bevorstehenden Tourismushauptsaison zu schützen. Ausländern ist es untersagt, als „Reiseleiter“ oder „Reiseveranstalter“ zu arbeiten. Diese Tätigkeiten sind ausschließlich thailändischen Staatsbürgern vorbehalten. Der Fokus auf illegale Fremdenführer ist eine Reaktion auf den Anstieg von Touristen, insbesondere aus China, und auf die Besorgnis, dass ausländische Anbieter lokale Arbeitskräfte verdrängen.
Nach den Vorschriften des Arbeitsministeriums sind insgesamt 27 Berufe ausschließlich thailändischen Staatsbürgern vorbehalten. Ausländer, die ohne Genehmigung als Reiseleiter arbeiten, müssen mit Geldstrafen zwischen 5.000 und 50.000 Baht sowie mit Abschiebung und einem zweijährigen Arbeitsverbot rechnen. Arbeitgeber, die illegale Reiseleiter einstellen, müssen mit Geldstrafen zwischen 10.000 und 100.000 Baht pro ausländischem Mitarbeiter rechnen. Bei Wiederholungstätern drohen härtere Strafen. Diese Maßnahmen verdeutlichen das Bestreben Thailands, die Integrität und Sicherheit im Tourismussektor zu wahren. Weitere Details finden Sie in diesem Artikel.