In einer gewaltigen Aktion zur Bekämpfung illegaler Finanztransaktionen hat die Zentrale Polizeibehörde für Kriminalermittlungen (CIB) am 5. April 2569 ein Online-Währungsumtauschnetzwerk namens PANDAPAYS zerschlagen. Über 1.000 Millionen Baht, die in nur wenigen Monaten erworben wurden, stehen im Mittelpunkt dieser Ermittlung. Polizeigeneralmajor Nattasak Chawanasaith und sein Kollege Polizeigeneralmajor Thasphum Jaruprach führten die Operation, bei der vier Verdächtige festgenommen wurden. Dabei handelt es sich um Suphan (37), Alis (34), Kwanha (35) und Karnika (30), die alle in verschiedenen Rollen innerhalb des Netzwerks agierten.
Die bei diesen Razzien in Bangkok und Nonthaburi sichergestellten Beweismittel umfassen Computer und Mobiltelefone, die zur Durchführung der illegalen Aktivitäten verwendet wurden. PANDAPAYS operierte über eine Website sowie eine Facebook-Seite und bot einen Währungsumtausch zwischen dem chinesischen Yuan (CNY) und dem thailändischen Baht (THB) an. Interessierte Kunden mussten sich registrieren und ihre Identität bestätigen, um die Dienstleistungen nutzen zu können.
Das Geschäftsmodell und die verdächtigen Praktiken
Das Geschäftsmodell des Netzwerks war einfach, aber wirkungsvoll: Es verlangte von den Kunden, ihre Identität zu verifizieren (KYC), um mögliche rechtliche Anforderungen zu umgehen. Mit Gewinnspannen zwischen 0,10 und 0,15 Baht pro Yuan florierten die Geschäfte im Hintergrund. Eine detaillierte Finanzuntersuchung zeigte, dass lediglich sechs Bankkonten für Geldtransaktionen verwendet wurden, in denen in nur sieben Monaten insgesamt 1.000 Millionen Baht transferiert wurden. Die Ermittler entdeckten zudem, dass über 500 Millionen Baht an digitale Vermögenshandelszentren überwiesen wurden, um sie in Kryptowährungen umzuwandeln.
Der Verdacht auf Geldwäsche und Verbindungen zu anderen kriminellen Organisationen wiegt schwer. Die Festgenommenen gestanden, dass sie das Geschäft ohne die notwendige Genehmigung des Finanzministers betrieben haben. Nun sehen sie sich rechtlichen Schritten gegenüber, die auf der Anklage beruhen, gegen das Währungsregulierungsgesetz von 1942 verstoßen zu haben. Die Ermittler planen, die Anklage auch gemäß dem Zahlungssystemgesetz von 2017 zu erweitern.
Ein Weckruf für den Finanzsektor
Diese Ereignisse werfen ein grelles Licht auf die Schattenseiten des Finanzsektors in Thailand und zeigen, dass es an der Zeit ist, die Augen für illegale Machenschaften zu öffnen. Unternehmer und Investoren, die auf transparente und gesetzeskonforme Geschäfte setzen, müssen nun besonders wachsam sein. Die Zerschlagung von PANDAPAYS könnte als Weckruf für eine striktere Regulierung und Überwachung im Bereich der digitalen Währungen gewertet werden. Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Entwicklungen sich aus diesen Ermittlungen ergeben werden.
Für weitere Details zur Operation Take Down PANDAPAYS können Sie die Berichte auf Siam News nachlesen.