Die Verkehrssicherheit in Thailand ist ein drängendes Thema, das nicht nur die Regierung, sondern auch die Bevölkerung betrifft. Am 8. April gab Herr Pichate Nongchang, der Generalsekretär des National Institute for Emergency Medicine (NDEMS), bekannt, dass Maßnahmen zur Unfallverhütung eingeführt werden. Ein zentrales Element dieser Initiative ist die National Digital Emergency Medical Services Platform (NDEMS Platform), die zur Analyse von Unfallorten dient. Ziel dieser Plattform ist es, die Zahl der Verkehrsunfälle, insbesondere während der Feiertage, zu reduzieren.
Die gesammelten Daten aus Notrufen (1669) werden an 80 Einsatzzentren und 4.903 medizinische Einheiten in 30 Provinzen weitergeleitet. Besonders im Fokus stehen die 30 Provinzen mit den höchsten Unfallzahlen in den letzten drei Jahren (2566-2568). Eine Liste der 10 gefährlichsten Unfallorte zeigt, dass Chonburi mit 3.324 Unfällen an der Spitze steht, gefolgt von Nakhon Ratchasima mit 3.184 Unfällen und Khon Kaen mit 2.984 Unfällen. Die vollständige Liste dieser gefährlichen Orte umfasst auch Chiang Mai, Songkhla, Ubon Ratchathani, Buriram, Udon Thani, Pathum Thani und Chiang Rai, die allesamt besorgniserregende Unfallzahlen aufweisen (Daily News).
Die aktuelle Verkehrssituation in Thailand
Die Verkehrssicherheit bleibt trotz einiger Fortschritte ein kritisches Anliegen in Thailand. Laut den ATO-Road-Safety-Profilen, die von der Asian Transport Observatory in Zusammenarbeit mit der Asia Pacific Road Safety Observatory (APRSO) und der International Road Federation (IRF) entwickelt wurden, betrug die geschätzte Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2021 etwa 18.000. Verkehrsunfälle machten 3,5% aller Todesfälle in Thailand aus, wobei erhebliche Diskrepanzen in den berichteten Daten bestehen, die zwischen 7.000 und 22.000 variieren.
Ein besonders alarmierender Aspekt ist, dass der Anteil der Fußgänger und Radfahrer an den Gesamtverkehrstoten nur 2% beträgt, was im Vergleich zum Asien-Pazifik-Durchschnitt von 31% deutlich zu niedrig ist. Die ökonomischen Kosten durch Verkehrsunfälle beliefen sich 2021 auf etwa 36 Milliarden USD, was rund 7% des BIP Thailands entspricht. Diese Zahlen verdeutlichen, wie dringlich Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit sind (Asian Transport Observatory).
Strategien zur Verbesserung der Verkehrssicherheit
Thailand hat bereits verschiedene Verkehrssicherheitsziele festgelegt, darunter die Reduzierung der Todesfälle bei öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Thailand Road Safety Master Plan 2022-2027 wurde 2022 veröffentlicht und zielt darauf ab, die Verkehrstoten bis 2030 um die Hälfte zu reduzieren. Trotz dieser Zielsetzungen zeigt der Asien-Pazifik-Raum insgesamt nicht den richtigen Weg, um das Ziel von 2030 zu erreichen. Zwischen 2016 und 2021 betrug die durchschnittliche jährliche Reduktion der Verkehrstoten nur 0,6%.
Eine Investition von 632 Millionen USD jährlich könnte schätzungsweise 6.000 Leben pro Jahr retten. Umso wichtiger ist es, dass die Bevölkerung und die Regierung gemeinsam an Lösungen arbeiten, um die Straßen sicherer zu machen. Der Thailand Road Safety Master Plan ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung, aber es bedarf weiterer Anstrengungen, um die Sicherheitsstandards zu erhöhen und letztendlich die Zahl der Verkehrsunfälle zu senken.