21 Jahre Tsunami: Lehren aus der Katastrophe für unsere Zukunft!

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Am 28. Dezember 2025 reflektiert Thailand über den Tsunami von 2004 und die Lehren für die Katastrophenvorsorge heute.

Am 28. Dezember 2025 reflektiert Thailand über den Tsunami von 2004 und die Lehren für die Katastrophenvorsorge heute.
Am 28. Dezember 2025 reflektiert Thailand über den Tsunami von 2004 und die Lehren für die Katastrophenvorsorge heute.

21 Jahre Tsunami: Lehren aus der Katastrophe für unsere Zukunft!

Es ist kaum zu fassen, dass bereits 21 Jahre vergangen sind, seit der verheerende Tsunami die Andamanenküste Thailands heimsuchte. Anlässlich dieses Gedenkens erinnert sich สุวิทย์ คุณกิตติ, der ehemalige stellvertretende Ministerpräsident, eindringlich an die Tragödien und Lektionen des katastrophalen Ereignisses, das am 26. Dezember 2004 das Leben von Hunderttausenden forderte. Besonders betroffen war damals die Region rund um Takua Pa in der Provinz Phang Nga. Auf Facebook teilte er seine Erfahrungen über die Koordination der Helfer und die Herausforderungen, die in den ersten Tagen nach der Katastrophe gemeistert werden mussten. Über 64 Leichname wurden allein am ersten Abend gefunden, und ein Hauptquartier für die Hilfsmaßnahmen wurde im Büro des Bezirksleiters eingerichtet, was die Effizienz der Rettungsaktionen unterstrich. Diebetter.co.th berichtet, dass die Einsätze in sieben Sektoren organisiert waren, wobei aktuelle Luftbilder zur genauen Bestimmung des Einsatzgebiets genutzt wurden.

Nach dem Tsunami wurde eine Vielzahl an Lehren gezogen, die bis heute von zentraler Bedeutung sind. Der ehemalige Ministerpräsident hebt hervor, wie wichtig es ist, schnelle Berichterstattung über Naturkatastrophen zu gewährleisten, sowie die Notwendigkeit regelmäßiger Schulungen für die Bevölkerung und Beamte zu betonen. In einer Welt, in der Katastrophen immer häufiger auftreten, ist die Vorbereitung auf solche Tragödien unerlässlich. Leider sieht er auch 21 Jahre nach den tragischen Ereignissen noch keine spürbaren Fortschritte in diesen Bereichen.

Rolle der Gemeinschaft

Ein entscheidender Aspekt der Katastrophenvorsorge ist die aktive Einbeziehung der Gemeinschaft. Dies hebt auch eine weitere Quelle, environman.co.th, hervor. Die Vorbereitung auf Naturkatastrophen sollte nicht nur von technologischen Mitteln abhängen, sondern vielmehr von lokalem Wissen und der Vernetzung der Gemeinschaften. Herr Chob Tabthong, ein 68-jähriger Anwohner, erinnert sich, dass beim Tsunami von 2004 niemand mit dem Begriff „Tsunami“ vertraut war; die Menschen waren unfähig, die Gefahren richtig einzuschätzen. Gemeinsam mit Frau Narumol Naka, 48 Jahre alt, betont er die Notwendigkeit, den Katastrophenschutz in Schulen zu stärken und Kinder sowie deren Familien zu schulen, um im Ernstfall gewappnet zu sein.

Die thailändische Regierung hat seit den Ereignissen von 2004 zwar Gesetze zur Verbesserung des Katastrophenmanagements erlassen, der Fokus lag jedoch oft nicht ausreichend auf der Unterstützung vulnerabler Gruppen in den Gemeinschaften. Ein starkes Community-Based Disaster Risk Management (CBDRM) könnte dazu beitragen, diese Lücke zu schließen. Aktivitäten umfassen Risikoanalysen, die Bildung von Katastrophenschutzteams und die Erstellung von Notfallplänen. Zudem wird betont, dass die Vorbereitung auf verschiedene Naturgefahren, nicht nur Tsunamis, integraler Bestandteil der Strategie sein sollte.

Globale Zusammenarbeit

Auf globaler Ebene wird das Sendai-Rahmenwerk für Katastrophenrisikominderung von vielen Nationen, darunter auch Thailand, unterstützt. Laut World Vision Thailand sollen Strategien zur Katastrophenrisikominderung entwickelt werden, die auf den spezifischen Bedürfnissen der Gemeinschaften basieren. Das Ziel ist es, Katastrophenmanagement als Kernstück politischer Maßnahmen zu integrieren und Gemeinschaften zu befähigen, in Krisenzeiten erfolgreich zu reagieren und sich zu erholen.

Initiativen wie die ASEAN Safe Schools Initiative und die Entwicklung von Risikokarten sind bereits in den Startlöchern. Durch Schulungen für Schüler und regelmäßige Übungen sollen Kinder lernen, wie sie sich in Notfällen verhalten sollten. Die enge Zusammenarbeit zwischen Schulen, Gemeinschaften und lokalen Behörden könnte langfristig dazu führen, dass die Resilienz gegen Naturkatastrophen gestärkt wird.

Die Erinnerung an den Tsunami und die damit verbundenen Erkenntnisse sind nach wie vor aktuell und fordern uns alle auf, die richtigen Schritte zur Verbesserung der Sicherheitsstandards in unseren Gemeinschaften zu unternehmen. So kann der Verlust, den uns diese Tragödie gebracht hat, vielleicht in einen wertvollen Lernprozess münden.